„Unser Dankeschön für Ihr Verständnis“ Teil 1


Festnetz und Mobil werden eins
Mag Enta?

Mein lieber Kollege ist ein Extrem, was das Verändern von IT und Telekommunikationskonfigurationen betrifft. Er lehnt es kategorisch ab, weil er weiß, dass er danach einigen Ärger hat, den er wieder gerade biegen muss. Ich belächle das manchmal, doch wie sich gestern zeigte, lässt man ein laufendes System am besten in Ruhe. Doch was tun, wenn man mehr oder weniger vom Anbieter genötigt wird, einen Wechsel im Tarif und der Konfiguration vorzunehmen?

IP-Anschluss wird von der Telekom forciert

Einige werden es gemerkt haben, es geht um den Anbieter Telekom. Ich wurde im Wochenrhythmus angerufen, dass ich doch auf den neuen IP Anschluss umsteigen möge. Ich habe aus oben genannten Gründen dankend abgelehnt und mehrfach ergebnislos darum gebeten, nicht mehr angerufen zu werden. Dann fuhr die Telekom eine andere Strategie. Ich unterstelle das mal, weil ich es nicht beweisen kann, aber mein analoger Telefonanschluss produzierte von da an eine derart miese Qualität, dass ein Telefonieren damit faktisch nicht mehr möglich war. Das perfide dabei war, dass man selbst den anderen nur schlecht verstehen konnte, die Gesprächspartner aber berichteten, dass sie keinerlei Probleme hätten.

Nachdem auf meinem 16.000er DSL Anschluss dann aber nur noch 8.000 ankamen und die Telekom nun massiv mit Magenta Mobil warb, überlegte ich, Festnetz und Mobil zusammen zu legen (wieder einmal) und gleichzeitig eine 50.000er DSL Flat zu nutzen. Meine Prämisse war, es darf nicht teurer werden, und die Leistung muss mindestens den aktuellen Stand haben oder eben besser. Ich habe mich intensiv mit diesem Thema befasst, und bis auf einen kleinen Umstand, der nun aber Hauptgrund für diesen Artikel ist, hat alles durchaus Vorteile.

Kleine Tricks, um den Kunden zu bescheißen

Der kleine Umstand ist der folgende: in meinem bisherigen Mobiltarif war eine „kostenlose“ Multi-Sim Karte enthalten. D. h. ich habe zwei SIM Karten, die auf die selbe Telefonnummer „hören“ und beide Internetnutzung zulassen. Diese Multi-Sim hatte ich in meinem kaum noch genutzten iPad verbaut, was hin und wieder im Urlaub praktisch war, wenn kein WLAN Hotspot zur Verfügung stand. Nun möchte die Telekom aber beim Wechsel in einen faktisch funktional identischen Tarif die Multi-Sim Karte, die ich mein Eigen nenne, monatlich mit 5 Euro bezahlt haben. D. h. ich muss jetzt für etwas bezahlen, das mir keinen zusätzlichen Vorteil bietet, außer dass ich in einem zweiten Gerät die selbe Flat nutzen kann, die ich aber ohnehin über meinen Vertrag bezahle.

Nach langem Hin und Her habe ich mich dann entschlossen, auf diese Multi-Sim zu verzichten und den Wechsel unter dieser Bedingung vorzunehmen. Allerdings, und jetzt kommt der zweite Trick, wertet die Telekom den Tarifwechsel als Wechsel in einen „kleineren“ Tarif, obwohl alle Parameter identisch bzw. besser sind (also LTE statt 3G, mehr Datenvolumen, mehr SMS, mehr Telefonflat), indem sie den neuen Tarif einen kleineren Namen gibt: ergo ich wechsle von L nach M und damit werden 50 Euro Wechselgebühr fällig. Hätte ich die Multi-Sim behalten und zukünftig extra bezahlt, wären die 50 Euro erlassen worden. Ein schlechter Deal. Trotzdem war ich mit der Wechselgebühr nicht einverstanden und habe einen 20 Euro Gutschein heraus geleiert, weil Gutschrift nicht möglich war, ob der Probleme, die ich durch den Wechsel eben zu verkraften hätte.

Schön, wenn alles reibungslos geklappt hätte

Nun stelle ich gestern aber fest, dass auf der Rechnung die Multi-Sim-Karte weiterhin fröhlich abgerechnet wird. Kurzer Anruf im Service-Center und der freundliche Mitarbeiter entschuldigt sich, und sagt, „er nimmt das gleich raus“ und dann wird das wieder erstattet. Sagt es und zack ist das Telefonat, das ich mit dem Handy geführt hatte, beendet. Es dauert ungefähr drei Sekunden bis es mir schlagartig klar wird: der hat doch jetzt gerade die Sim deaktiviert, die in meinem Handy eingebaut ist?! Und ja, das ist die Zusatzkarte, denn die hatte ich als Nano-Karte für das Nokia umgetauscht, als ich ein kurzes Intermezzo mit denen hatte.

Ein zweiter Anruf mit einem anderen Telefon bei den Kollegen der Telekom offenbarte meinen Verdacht: der Mitarbeiter hätte natürlich die Sim-Kartennummer bei mir abfragen müssen, und mir selbst war gar nicht mehr bewusst, dass ich die ehemalige Multi-Sim nutze. Tatsächlich wird diese kleine Aktion „Klick auf Deaktivieren“ des Mitarbeiters ad hoc ausgeführt und ist auch nicht mehr rückgängig zu machen. Nun, kein Problem, ich könnte jetzt eine Nano-Karte als Ersatz ordern und dann halt zwei bis fünf Tage ohne Handy sein, ich könnte aber auch in den Telkom laden watscheln und das Vorort machen. Da nehme ich doch gleich mal den Gutschein mit, und frage mich, wie ich den Text, der da darauf steht, jetzt verstehen darf: Unser Dankeschön für Ihr Verständnis

Verständnis habe ich für diesen Vorfall nun jetzt weniger. Was ich aber heute im Telekomladen erlebt habe, toppt das Ganze noch. Davon berichte ich im Teil 2.

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2 Kommentare zu „„Unser Dankeschön für Ihr Verständnis“ Teil 1

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